Zeitungsinserat im Weißenburger Tagblatt vom 19.05.2014. 
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Der nachvolgende Text wurde aus dem Weißenburger Tagblatt entnommen.


 

100 Jahre MGV Harmonie Thalmannsfeld

Geburtstag mit Gästen

Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten waren die vier Jubelchöre

THALMANNSFELD (gs) — Mit viel Musik, einem Rückblick in Worten und Bildern, dem Austausch der Patenbänder und zahlreichen Ehrungen feierte der Männergesangverein Harmonie Thalmannsfeld sein 100-jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte war am Ende des Festkommerses der gemeinsame Auftritt der vier Jurachöre aus Thalmannsfeld‚ Ettenstatt, Nennslingen und Bergen unter der Leitung des Thalmannsfelder Chorleiters Hans Sillinger.

Musikalisch begrüßte der Jubelchor mit „Wir grüßen“ die zahlreichen Sängerinnen, Sänger und Festgäste. „Wenn man feiern will, dann lädt man sich Freunde ein“, bemerkte der 1. Vorstand Alfred Küchler bei seiner Begrüßung. Dass dies der Fall war, zeigte das gut gefüllte Festzelt, in dem Küchler auch die Bürgermeister Werner Röttenbacher, Eckhard Ehrengruber, Ortssprecher Georg Niederlöhner, den Vizepräsidenten des Fränkischen Sängerbundes Günther Schubert und den 1. Vorsitzenden des Sängerkreises Schwabach Gerhard Pfann willkommen hieß. Selbstverständlich galt sein Gruß auch dem Patenverein aus Nennslingen und dem Jubelverein selbst mit seinen aktiven und passiven Mitgliedern, dem Ehrenvorstand Wilhelm Obermeyer, dem Ehrenchorleiter Gottfried Schmidt und allen Ehrenmitgliedern.

Man sei nicht nur stolz, sondern es mache auch riesigen Spaß, mit zurzeit 31 Sängern und einem Dirigenten wie Hans Sillinger aufzutreten. Stolz auch deswegen, weil dem Antrag zur Verleihung der Zelter-Plakette stattgegeben wurde und diese am 4. Juli den Sangesbrüdern im Kloster Metten verliehen werden wird, meinte der 1. Vorstand.

Bürgermeister Werner Röttenbacher gratulierte zu diesem „stolzen Geburtstag“ persönlich und im Namen der Gemeinde. Stellvertretend hob er Ehrenchorleiter Gottfried Schmidt hervor, der als Chorleiter über 50 Jahre hinweg den Verein geprägt und zu dieser Qualität geführt hat. 100 Jahre Gesang seien 100 Jahre menschliches Empfinden, das der Chor bei vielen Anlässen hat spüren lassen, meinte Röttenbacher Mit ihren Konzerten bereichern die Thalmannsfelder Sänger das Leben in der Gemeinde und darüber hinaus. Er dankte den Sängern und der gesamten Vorstandschaft für die Ausrichtung dieses schönen Jubiläums und überreichte an Vorstand Küchler, Chorleiter Hans Sillinger und den Ehrenchorleiter Gottfried Schmidt ein Präsent.

Der Vizepräsident des Fränkischen Sängerbundes sagte, der Verein könne mit Stolz zurückblicken, schließlich gelang es 100 Jahre lang, eine Chorgemeinschaft zusammenzuhalten, deren Ziel es war, die „Musik originalgetreu wiederzugeben“. Außerdem fördere Musik das Selbstbewusstsein, erzeuge eine positive Stimmung, schaffe Freunde und mache glücklich und gesund. Er dankte dem Chor für diese Beständigkeit und würdigte die Thalmannsfelder Sänger als „leuchtendes Beispiel im Bayerischen Sängerbund“.

„Im Sinne der Harmonie“ Ehrenchorleiter Gottfried Schmidt beleuchtete die 100 Jahre näher, in denen der Begriff „Harmonie“ nicht nur ein Namensgeber war, sondern bis heute gelebt wurde. Für ihn selbst sei das Jahr 1950 das entscheidende gewesen. Damals kam er als Junglehrer  in das idyllische Bauerndorf und übernahm die musikalische Leitung des Männergesangvereins. Er habe sich damals dieser Aufgabe gerne gestellt und aus 22 eifrigen Männern damals einen harmonischen Verein entstehen lassen können. Er appellierte an alle „im Sinne der Harmonie“ weiterzumachen.

Für den Patenverein aus Nennslingen gratulierte Vorstand Helmut Horlacher und dankte für die jahrzehntelange Freundschaft, in der es gelungen sei, stets das Liedgut zu bewahren. Im Anschluss wurde die Patenschaft durch den Austausch der Patenbänder mit den besten Wünschen für eine weitere harmonische Verbindung beider Chöre bestärkt.

Einblicke in die Vereinschronik, untermalt mit Bildern, gaben anschließend Schriftführer Arthur Drescher und der 2. Vorsitzende des MGV, Dietmar Treiber.

Bei den Ehrungen betonte Vorstand Küchler, dass es „aller Ehren wert“ sei, wenn jemand über 50 Jahre dem Verein die Treue hält und dankte den Jubilaren für dieses Engagement.

Der Vizepräsident des Fränkischen Sängerbundes, Günther Schubert, und der 1. Vorsitzende des Sängerkreises Schwabach, Gerhard Pfann, nahmen die anschließenden Ehrungen vor.

Mit einer Urkunde wurde Ehrenmitglied Heinz Nestmeier für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Karl Lehmeier, Karl Obenneyer, Walter Wechsler und Dieter Weichselbaum eine Urkunde überreicht. Ebenfalls wurden die passiven Mitglieder Edgar Küchler (50 Jahre) und Herbert Drescher (40 Jahre) ausgezeichnet. Zudem erhielt der Jubelverein eine Urkunde des Deutschen Sängerbundes, eine Urkunde des Fränkischen Chorverbandes und einen Gutschein für einen Notensatz. Einen solchen hatte auch der Patenverein Liederkranz Nennslingen dabei, der diesen jedoch musikalisch überreichte. Mit dem Lied „Klinge Lied, lange nach“, das die vier Chöre aus Thalmannsfeld, Bergen, Ettenstatt und Nennslingen intonierten, setzten die Sänger einen besonderen musikalischen Schlusspunkt. Im Anschluss war die Bühne frei für die Pfraunfelder Blaskapelle, die den weiteren Festabend musikalisch gestaltete und zünftig aufspielte.

Mit der Showband „Bassd scho“ trat am Samstag eine Formation auf, die Jung und Alt begeisterte. Am Sonntag‚ nach dem gemeinsamen Gottesdienst im Festzelt und einem Frühschoppen, bei dem auch die Thalmannsfelder Trachtengruppe auftrat, war ein Platzsingen in der Hauptstraße, am Kirchenweg und an den Felsenkellern angesagt. Ein Festzug mit 40 Vereinen und Gruppierungen (Bericht folgt) bildete einen weiteren Höhepunkt am Sonntag.